5 Schritte zum richtigen Lackieren

Haben Sie Lust auf Veränderung und neuen Glanz in Ihren vier Wänden? Wollen Sie mit hochwertigen Lacken den Pinsel schwingen und Ihrer Umgebung einen neuen Anstrich verpassen? Voraussetzung für eine gelungene Umsetzung ist neben Motivation, Zeit und dem richtigen Werkzeug ein hochwertiger Lack. In diesem Artikel verraten wir Ihnen, wie Sie den passenden Lack auswählen und in fünf Schritten richtig beim Lackieren vorgehen.

Schritt 1: Der passende Lack

Lacke sind für die unterschiedlichsten Einsatzgebiete geeignet. Sie können unter anderem auf Treppengeländern, Fenstern oder Türen genutzt werden. Beispielsweise haften sie auf:

 

      Hart-PVC

      Aluminium

      Holz

      tragfähigen Altanstrichen

      Gips

 

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, einen Lack zu verwenden, der zugleich Grund- und Decklack ist. Jene werden auch als Ein-Topf-Systeme oder 2-Schicht-Lacke bezeichnet. Somit spart man bei dem Auftrag Zeit und Material.

 

Lack besticht durch seine Optik. Zudem bleiben die behandelten Oberflächen aufgrund ihrer Weißstabilität und Beständigkeit gegen Vergilbung sowie harten Oberfläche lange erhalten. Lacke können matt oder glänzend sein. Zudem gibt es spezielle Optionen für den Außenbereich. Diese halten Witterung und UV-Strahlung stand.

 

Lack ist allerdings nicht gleich Lack. Je nach Untergrund, Umgebung und Anforderung eignen sich beispielsweise lösemittelhaltige oder wasserbasierte Lacke. Auf die Vor- und Nachteile gehen wir nun ein:

Wasserverdünnbare Aqua Lacke

Sogenannte Aqua Lacke sind nahezu frei von Gerüchen und deutlich umweltverträglicher als lösemittelhaltige Lacke. Auf diese Weise werden die Raumluft weniger belastet und Ihre Lungen geschont. Ein weiterer Vorteil besteht in der schnellen Trocknung der wasserverdünnbaren Lacke. Auf diese Weise sind mehrere Beschichtungen pro Tag umsetzbar. Zugleich ist die Verarbeitung leicht.

 

Zudem wird mehr Lack benötigt, um eine glatte Oberfläche zu erzeugen. Nach dem Lackieren lassen sich alle Werkzeuge mit Wasser und gegebenenfalls etwas Spülmittel einfach reinigen.

Lösemittelhaltige Lacke

Klassische lösemittelhaltige Lacke sind etwas zäher in der Verarbeitung. Dies hat zugleich eine höhere Deckkraft sowie einen größeren Widerstand gegen Stöße und Schläge zur Folge. Zudem fällt die Oberfläche glatter aus.

 

Allerdings benötigt der Lack länger, um zu trocknen. Dabei kann der Lack verlaufen. Es bietet sich nach dem Auftragen an, den Lack für fünf bis zehn Minuten zu beobachten. Wenn sich leichte Läufe bilden, lassen diese sich mit einem Pinsel auftupfen, ohne die lackierte Fläche zu beschädigen.

 

Nachteile bestehen bei lösemittelhaltigen Lacken vor allem in deren intensiverem Geruch, der geringeren Umweltfreundlichkeit sowie der langen Trocknungszeit. Es ist von Vorteil, bei der Arbeit mit diesem Lack regelmäßig zu Lüften. Ein mittelgroßer Raum benötigt für einen vollständigen Luftaustausch etwa vier bis sechs Minuten.

Schritt 2: Grundausstattung - alle notwendigen Utensilien

Wie auch beim Malen ist beim Lackieren ausreichend Abdeckmaterial notwendig, um die Umgebung zu schützen. Mit ein wenig Kreppband und Malerfolie sparen Sie sich unnötige und zeitaufwendige Reinigungen im Anschluss. Dies gilt auch für Sie: Mit einer Schutzbrille, Malerhandschuhen und alter Kleidung schützen Sie Ihren Körper und können sich vollkommen auf das Lackieren konzentrieren.

 

Zusätzlich benötigen Sie folgende Utensilien:

 

      sauberer Stab zum Umrühren des Lacks

      Lackwanne

      Lackrolle samt Steckbügel

      nicht haarender Pinsel

      Lacke

      ggf. Schleifpapier

      ggf. Abbeizer

      ggf. Aceton

      Reinigungsmittel

      nicht fusselnder Schwamm

Schritt 3: Die Oberfläche behandeln

Um eine Oberfläche zu lackieren, ist deren sogenannte Tragfähigkeit wichtig. Ist der Gegenstand beispielsweise bereits lackiert, kann dieser mit einem feinen Schleifpapier vorsichtig behandelt werden. Alternativ zum Abschleifen kann man hartnäckige Lackreste auch mit einem Abbeizer bearbeiten. Mit diesen Arbeitsschritten stellen Sie sicher, dass der neue Lack gut haften kann.

 

Im Anschluss wird der feine Staub mit einem leicht angefeuchteten Tuch entfernt.

 

Grundsätzlich sollten die behandelten Gegenstände frei von Staub und Fett sowie sauber sein. Daher sollten Fenster, Türen, Wände etc. im Vorfeld mit einem neutralen Reinigungsmittel gesäubert werden. Beispielsweise Aceton hilft bei hartnäckigen Fettflecken. Nach dem Säubern muss die Oberfläche vollständig trocknen können.

Schritt 4: Den Arbeitsplatz vorbereiten

Lackieren sollte man in einem sauberen Raum. Auf diese Weise gibt es weniger Partikel, die herumschweben und sich mit dem trocknenden Lack verbinden können.

 

Vor dem Lackieren sollte der Arbeitsplatz vorbereitet werden. Hierzu können Sie das Abdeckmaterial verteilen, um die Umgebung vor Lackspritzern zu schützen. Zugleich können Sie alles abkleben, was nicht mit dem Lack in Berührung kommen soll. Dank geraden Abschnitten mit Kreppband erhalten Sie saubere klare Kanten.

 

Nun wird das Werkzeug auf einer geraden und geschützten Fläche griffbereit platziert. Nun können Sie sich selbst mittels alter Kleidung, Handschuhen und Schutzbrille ausstatten.

Schritt 5: Lackieren

Nach dieser Auswahl und einer gründlichen Vorbereitung geht es ans Lackieren. Hierzu sollte der Lack gründlich mit dem Rührstab vermischt werden. Wie bei einem Kochtopf mit Suppe kann man die Flüssigkeit etwa zwei Minuten rühren. Auf diese Weise entsteht eine homogene Konsistenz.

 

Füllen Sie nun eine kleine Menge des Lacks in die Farbwanne. Mit deren Hilfe können die Farbwalze sowie der Pinsel gleichmäßig mit Lack bedeckt werden. Somit vermeiden Sie ungewollte Lackflecken und Unebenheiten beim Auftragen.

 

Nun stellt sich die Frage, wann ein Pinsel und wann eine Farbwalze angebracht sind:

Große Flächen mit der Farbwalze lackieren

Farbwalzen haben eine große Oberfläche, die ideal für einen gleichmäßigen Lackauftrag ist. Damit bietet sich dieses Werkzeug besonders für große und glatte Flächen an. Wichtig ist es, die Walze einige Minuten in den Lack zu legen, sodass sie sich vollsaugen kann.

 

Auf dem Material rollt man die Walze automatisch auf und ab. Auf diese Weise verteilt sich der Lack ideal. Beginnen kann man dabei an einem Ende, um sich Bahn für Bahn bis zum anderen Ende der Oberfläche vorzuarbeiten.

 

Besonders bei vertikalen Oberflächen und einer dicken Lackschicht gilt es, jene im Auge zu behalten. Wenn sich Verläufe oder Lacknasen bilden, kann man diese direkt verstreichen und Unebenheiten vor dem Trocknen vermeiden.

 

Tipp: Grundsätzlich ist bei Lack weniger mehr. Bei einem dicken Lackauftrag ist das Ergebnis in der Regel unregelmäßiger und weniger zufriedenstellend.

Feinarbeit mit dem Pinsel lackieren

Pinsel haben eine kleine Oberfläche. Mit dieser eignen sie sich besonders für knifflige und schwer zugängliche Stellen. Beispielsweise profitieren Sie beim Lackieren von Kanten oder unebenen Flächen von der Arbeit mit einem Pinsel.

 

Beim Eintauchen in den Lack sollten Sie dem Pinsel ausreichend Zeit geben, um sich mit der Flüssigkeit vollzusaugen. Anschließend streichen Sie mit einer einfachen Bewegung des Pinsels über die Oberfläche.

 

Dabei sollten Sie auf Bereiche achten, auf denen zu viel Lack aufgetragen wird. Besonders bei senkrechten Flächen kann der Lack Nasen bilden und Verlaufen. Solche Farbnasen lassen sich direkt im Anschluss zügig verstreichen. Auf diese Weisen werden Unebenheiten im getrockneten Zustand vermieden.

Schlusswort

Also, worauf warten Sie noch? Hauche Sie Ihrer Umgebung noch heute mit einer Lackierung neues Leben ein! Wir hoffen, dass dieser Artikel dazu beigetragen hat, zu klären, wie man die richtige Art von Lack auswählt und beim Lackieren korrekt vorgeht. Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen zu Lacken und zum Lackieren haben, freuen wir uns auf Ihre Kommentare!

Das Titelbild stammt von Beazy auf Unsplash

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